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Schüsse in Schöneberg: Vierter Tatverdächtiger in Darmstadt festgenommen

Sieben Monate nach Schüssen auf einen 38-Jährigen in Berlin-Schöneberg hat die Polizei einen vierten Verdächtigen gefasst. Bei ihm wurden zwei scharfe Schusswaffen sichergestellt.

Streifenwagen der Berliner Polizei (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Auge24.eu / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Rund sieben Monate nach Schüssen in Berlin-Schöneberg hat die Polizei einen vierten Tatverdächtigen festgenommen. Der 20-Jährige wurde nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin in Darmstadt gefasst, wo er mit Haftbefehl gesucht wurde. Er saß mit drei weiteren Personen in einem Auto und versuchte zu Fuß zu fliehen; dabei warf er laut Polizei eine scharfe Schusswaffe weg. Bei anschließenden Durchsuchungen stellten die Ermittler eine zweite scharfe Waffe sicher. Die drei anderen Insassen kamen zunächst in Gewahrsam und wurden später wieder freigelassen.

In der Tatnacht im März war ein 38-Jähriger durch Schüsse am Unterkörper verletzt worden; er wurde laut Polizei im Krankenhaus behandelt, Lebensgefahr bestand nicht. Die Verdächtigen sollen nach den Ermittlungen aus Hessen nach Berlin gefahren sein, den Mann aus seiner Wohnung gelockt und auf ihn geschossen haben. Drei Männer im Alter von 19, 20 und 21 Jahren waren bereits Ende März in Darmstadt festgenommen worden; gegen sie wurden Haftbefehle erlassen. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ermittlungen führt die Sondereinheit „Ferrum“ des Berliner Landeskriminalamts, die im November 2025 gegen Schusswaffenkriminalität eingerichtet wurde. Sie zählte nach knapp einem Jahr 723 Ermittlungsverfahren, davon 483 mit Bezug zu Schusswaffen, sowie 286 Festnahmen und 80 Haftbefehle; 51 Verdächtige sitzen in Haft. Ein Schwerpunkt sind Erpressungen unter Einsatz von Schusswaffen.

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