Joker Baumgartner dreht das Spiel: Leipzig siegt in Unterzahl 2:1 in Essen
RB Leipzig steht im Achtelfinale des DFB-Pokals – aber nur knapp. Beim Drittligisten Rot-Weiss Essen lag das Team nach einem Torwartfehler zurück und spielte ab der 44. Minute zu zehnt.

Archivbild · Foto: -wuppertaler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
RB Leipzig ist in der 2. Runde des DFB-Pokals einer Blamage knapp entgangen. Beim Drittligisten Rot-Weiss Essen gewann die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis am Dienstagabend mit 2:1 (0:1). Vor 17.467 Zuschauern an der Hafenstraße drehte der eingewechselte Christoph Baumgartner die Partie mit einem Doppelpack in der 78. und 82. Minute. Zuerst verwertete er eine Flanke von Antonio Nusa, dann traf er per Kopf nach Vorarbeit von David Raum.
Essen war früh in Führung gegangen: In der 9. Minute rutschte Leipzigs Ersatztorwart Örjan Nyland nach einem kurzen Rückpass von Castello Lukeba aus, Lucas Brumme umkurvte ihn und schob ein. Kurz vor der Pause sah Nicolas Seiwald nach einem Foul die Gelb-Rote Karte. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur gab Leipzig in der ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Tor ab, Brumme verpasste mit einem Freistoß knapp das 2:0.
Für Leipzig war es der erste Auswärtssieg seit dem 6:0 in der ersten Pokalrunde in Trier – zuvor hatte das Team fünf Auswärtsspiele in Folge verloren. Das Spiel war von Protesten gegen den Verein überschattet: Unbekannte hatten in der Nacht den Eingang zum Gästeblock zubetoniert und mit Parolen gegen RB besprüht. Ordner entfernten die Blockade am Morgen, rund 500 Leipziger Fans reisten an.
