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Zweite Nacht in Folge: Erneut Schuss durch Berliner Wohnungstür

Nach Charlottenburg nun Lankwitz: Unbekannte haben in Berlin binnen zwei Nächten auf Wohnungstüren geschossen. Verletzt wurde niemand, die Polizei ermittelt. Die Zahl der Schusswaffendelikte steigt.

Streifenwagen der Berliner Polizei (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Dickelbers / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Berlin ist die zweite Nacht in Folge auf eine Wohnungstür geschossen worden. Nach Angaben der Polizei hörte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Ortsteil Lankwitz (Bezirk Steglitz-Zehlendorf) in der Nacht zu Dienstag gegen 3.30 Uhr einen lauten Knall und entdeckte anschließend ein Loch in seiner geschlossenen Wohnungstür. Einsatzkräfte fanden ein Einschussloch, das Projektil und eine Patronenhülse. Verletzt wurde niemand. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) hat die Ermittlungen übernommen.

Erst am Montagmorgen hatte eine Familie in einem Wohnhaus in Charlottenburg gegen 7.20 Uhr ein Einschussloch in ihrer Wohnungstür bemerkt. Laut Polizei entdeckten die Beamten ein weiteres Einschussloch in einem Kühlschrank hinter der Tür sowie eine Patronenhülse im Hausflur. Auch dort wurde niemand verletzt; ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) ermittelt. Ob zwischen den beiden Fällen ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt. Zu möglichen Tätern und Motiven machte die Polizei bislang keine Angaben.

Die Vorfälle reihen sich in eine Serie von Schüssen in der Hauptstadt ein. Nach von der Polizei bestätigten Zahlen wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch registriert – darunter 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben –, nach 561 Fällen im Vorjahreszeitraum. Mitgezählt sind auch Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Die Sonderkommission „Ferrum“ hat seit November 2025 nach dpa-Angaben 708 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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