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Facharzttermine: CSU und SPD wollen Vergabe unabhängig von der Versicherungsart

Vor der geplanten Reform der Arztversorgung fordern Politiker von CSU und SPD, dass bei Terminen die medizinische Dringlichkeit zählt – nicht, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist.

Titelgrafik: Facharzttermine: CSU und SPD wollen Vergabe unabhängig von der Versicherungsart

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

In der Koalition wächst der Druck, Facharzttermine künftig allein nach medizinischem Bedarf zu vergeben. „Entscheidend muss die medizinische Dringlichkeit sein – nicht, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis der „Bild“. CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag Klaus Holetschek sprach von einer „Unwucht“ zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Der GKV-Spitzenverband nannte eine Vergabe nur nach Bedarf überfällig.

Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will voraussichtlich im November einen Entwurf für ein Primärarztsystem vorlegen: Hausärzte sollen erste Anlaufstelle sein, Wartezeiten auf Facharzttermine sollen sinken. Mit dem geplanten Primärarztsystem strebt die Koalition eine „Termingarantie“ an. Laut Studien warten gesetzlich Versicherte im Schnitt 36 bis 41 Tage.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung widersprach der Kritik. Die Linke fordert die Abschaffung der privaten Krankenversicherung, der Sozialverband Deutschland sprach von einem „Skandal“. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt zudem, eine feste Pflicht zur Meldung freier Termine könne die Lage in den Praxen verschärfen.

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