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IIASA-Studie: Nationale Methanpläne bringen nur 11 Prozent – das Ziel sind 30

Würden alle nationalen Methanpläne umgesetzt, sänke der Ausstoß bis 2030 um bis zu 11 Prozent. Laut der Studie wären 22 Prozent günstig erreichbar – der größte Hebel liegt bei Öl, Gas und Kohle.

Würden alle Staaten ihre nationalen Methanpläne vollständig umsetzen, könnte der weltweite Ausstoß des Treibhausgases zwischen 2020 und 2030 um bis zu 11 Prozent sinken. Das ergibt eine Studie des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) bei Wien mit Ko-Autoren des UN-Umweltprogramms UNEP, erschienen in der Fachzeitschrift Global Biogeochemical Cycles (IIASA-Mitteilung vom 19. Oktober 2026). Damit würde der derzeit steigende Trend zwar umgekehrt, das Ziel der Globalen Methan-Verpflichtung von 2021 aber klar verfehlt. Darin haben sich 159 Staaten und die EU-Kommission vorgenommen, die Emissionen bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken.

Die Modellrechnung zeigt nach Angaben der Autoren, dass rund 22 Prozent Minderung zu relativ niedrigen Kosten erreichbar wären. 30 Prozent gelten als technisch machbar, würden das Potenzial heutiger Technik aber nahezu ausschöpfen und sind in der verbleibenden Zeit schwierig. Den größten Hebel hat der fossile Sektor mit etwa 70 Prozent des technischen Minderungspotenzials bis 2030: weniger Abfackeln und Ablassen von Begleitgas, Lecks in Öl- und Gasketten schließen, Emissionen aus dem Kohlebergbau begrenzen. Beim Abfall helfen die Verwertung organischer Abfälle statt Deponierung und die Sanierung alter Deponien. Die Landwirtschaft, vor allem die Verdauung von Wiederkäuern, ist am schwersten zu mindern.

Zum Hintergrund: Etwa zwei Drittel der weltweiten Methanemissionen stammen aus menschlichen Quellen – je rund 40 Prozent aus Energie und Landwirtschaft, 20 Prozent aus Abfall und Abwasser. Methan hat laut der Mitteilung seit vorindustrieller Zeit rund 0,5 Grad zur Erwärmung beigetragen, etwa ein Drittel der bisher beobachteten. Die Ergebnisse sind Szenario-Rechnungen, keine Messungen. „Es ist spät, aber nicht zu spät, um deutliche und bedeutsame Minderungen der Methanemissionen zu erreichen“, sagte Erstautorin Lena Höglund-Isaksson. Weitere Kürzungen könnten bis 2050 einige Zehntelgrad Erwärmung vermeiden, so die Forscherin.

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