Hohe Strompreise für Firmen: Radew kündigt „klaren Plan“ an – weitere Gespräche geplant
Bulgariens Regierungschef sagt Unternehmen Unterstützung zu. Die Energieministerin hat Wirtschaftsvertreter getroffen, das wirksamste Hilfsmodell soll noch gefunden werden.

Archivbild · Foto: Elekes Andor / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew hat Unternehmen Hilfe wegen der stark gestiegenen Strompreise in Aussicht gestellt. Auf die Frage, ob die Regierung Firmen unterstützen werde, sagte er am Dienstag in Twardiza, es sei ein „klarer Plan“ ausgearbeitet worden. Das berichtete die Agentur BTA. Energieministerin Iwa Petrowa habe sich bereits mit Unternehmern getroffen. Weitere Gespräche sollen klären, auf welchem Weg die Unterstützung am wirksamsten gewährt werden kann. Einzelheiten zum Umfang oder zum Zeitplan nannte Radew nicht.
Die Energiekrise betreffe ganz Europa, sagte der Regierungschef. Als eine Ursache nannte er den Verzicht auf effiziente Energieträger und bezeichnete die Krise als global. Zugleich bekräftigte er seinen Aufruf, den Krieg zu beenden. Die hohen Energiepreise sind auch der wichtigste Treiber der Inflation in Bulgarien: Nach einer Analyse der Bulgarischen Nationalbank stieg die harmonisierte Teuerung bis August auf 5,0 Prozent, vor allem wegen teurerer Energieprodukte. Die Notenbank erwartet zum Jahresende eine Inflationsrate von 5,2 Prozent.
