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„D-Ticket light“: Verkehrsminister beraten über Tarif für Gelegenheitsfahrer

Ab heute tagen die Verkehrsminister der Länder in Hohenschwangau. NRW und Hamburg wollen ein bundesweites Handy-Ticket mit Preisdeckel – die Verkehrsunternehmen sind dagegen.

Symbolbild: Ein Deutschlandticket

Symbolbild · Foto: MissyWegner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Verkehrsminister der Länder kommen von diesem Mittwoch an für zwei Tage im bayerischen Hohenschwangau zusammen. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung des Nahverkehrs. Nordrhein-Westfalen und Hamburg bringen einen Antrag ein: Eine Arbeitsgruppe soll ein bundesweites digitales Angebot für Gelegenheitsfahrer als Ergänzung zum Deutschlandticket entwerfen. Fahrgäste würden per Smartphone ein- und auschecken, das System berechnet automatisch den günstigsten Preis. Monatlich soll höchstens so viel fällig werden wie für das Deutschlandticket, das derzeit 63 Euro kostet und 2027 auf 66,80 Euro steigt.

Vorbild ist das NRW-Modell eezy.nrw, das nach Luftlinie abrechnet – mit Grundpreis, Kilometerbetrag und Deckeln pro 24 Stunden und Monat. Im September wurden darüber nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums mehr als 1,4 Millionen Fahrten abgerechnet. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sagte: „Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können.“ Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kündigte an: „Wir werden ein D-Ticket light konstruktiv diskutieren“, sprach aber von einem „ganz dicken Brett“.

Widerstand kommt vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Das Angebot „verursacht Kosten“ und „rüttelt an der Logik des Deutschlandtickets“, sagte VDV-Vertreter Alexander Möller; weder Branche noch Länder hätten das Geld dafür. Der Fahrgastverband Pro Bahn unterstützt den Vorschlag und regt an, Gruppen und Familien einzubeziehen. Beschlossen ist noch nichts, offen sind vor allem Finanzierung, Einnahmenaufteilung und einheitliche Tarifregeln.

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