Berlin --:--Mittwoch, 21. Oktober 2026
LIVE
WeltNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Breaking NewsUSA ·

Geld für Hinweise auf Betrug: Trump und Vance starten 25-Millionen-Dollar-Programm

Wer Betrug mit Bundesgeldern meldet, soll bis zu 30.000 Dollar bekommen. Trump will selbst mitentscheiden, wer kassiert – und brachte sogar ein Prozent der aufgedeckten Summe ins Spiel.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: The White House / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Alabama's 42 · youtube.com

US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance haben im Oval Office ein Belohnungsprogramm für Hinweisgeber vorgestellt. Das „Fraud Whistleblower Incentive Program“ ist mit 25 Millionen Dollar ausgestattet und wird vom Justizministerium verwaltet. Wer über die Plattform fraud.gov einen Hinweis gibt, der zu einer Verurteilung wegen Betrugs oder zu einer bedeutenden Maßnahme der Bundesbehörden führt, kann nach Angaben der Nachrichtenagentur AP bis zu 30.000 Dollar erhalten. Ein Hinweis allein garantiert noch keine Zahlung.

Trump ging in seinen Äußerungen über die festgelegte Obergrenze hinaus. Er sprach von einer Provision von etwa einem Prozent der aufgedeckten Summe – bei „einer Milliarde Dollar, fünf Milliarden Dollar, 100 Milliarden“. Wie das mit der Grenze von 30.000 Dollar zusammenpasst, blieb offen. Melden sich mehrere Personen mit demselben Hinweis, will Trump selbst entscheiden: „Ich werde der Schiedsrichter all dieser Entscheidungen sein.“ Auch Journalisten sollen teilnehmen dürfen. Seine Angabe, die Regierung habe Betrug von 260 Milliarden Dollar aufgedeckt, ist nicht unabhängig bestätigt.

Vance leitet seit März eine Arbeitsgruppe gegen Betrug. „Eure Steuergelder werden gestohlen“, sagte er. Ausgezeichnet wurde der konservative Influencer Nick Shirley, dessen Video über angebliche Scheinkitas in Minnesota viral gegangen war. Laut AP stellten Prüfer fest, dass die gezeigten Einrichtungen normal arbeiteten; es folgten dennoch Ermittlungen und Festnahmen. Wie Hinweise geprüft und Gelder verteilt werden sollen, ist bislang unklar – zwei Wochen vor den Kongresswahlen.

Mehr aus dem Ressort

← Welt