Absturz zum Börsenstart: Südkoreas KI-Firma Elice verliert 32 Prozent
Der KI-Dienstleister Elice ist in Seoul mit einem Kurssturz von 32 Prozent an die Börse gegangen. Am selben Tag brach der Leitindex Kospi um 3,7 Prozent ein – Anleger zweifeln an KI-Investitionen.

Symbolbild · Foto: hyolee2 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das südkoreanische KI-Unternehmen Elice hat ein missglücktes Börsendebüt erlebt. Die Aktie schloss am Dienstag in Seoul bei 60.500 Won und damit 32 Prozent unter dem Ausgabepreis von 90.500 Won, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Elice hatte beim Börsengang 201,1 Milliarden Won (rund 150 Millionen Dollar) eingenommen; die Nachfrage institutioneller Anleger hatte das Angebot zuvor um das 388-Fache übertroffen.
Elice bietet KI-Clouddienste sowie KI-gestützte Software für Bildung und Unternehmen an. Den Großteil des Erlöses will die Firma in mobile, modulare Rechenzentren stecken. Im ersten Halbjahr verdreifachte sich der Umsatz auf 34 Milliarden Won.
Auch der Gesamtmarkt geriet unter Druck: Der Leitindex Kospi fiel um 3,73 Prozent auf den tiefsten Schlussstand seit dem 7. April. Anleger zweifeln laut Reuters zunehmend an den hohen KI-Ausgaben und deren Rentabilität; zuletzt wurden mehrere Börsengänge aus der Branche verschoben oder abgesagt.
