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Licht schaltet Nervenzellen: Stanford-Video erklärt die Nobelpreis-Methode Optogenetik

Wie funktioniert Optogenetik? Stanford Medicine erklärt im Video die Technik, für die Karl Deisseroth mit Peter Hegemann und Georg Nagel den Medizin-Nobelpreis 2026 erhält.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Christopher Michel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Stanford Medicine · youtube.com

Stanford Medicine hat auf seinem offiziellen YouTube-Kanal ein Erklärvideo zur Optogenetik veröffentlicht – der Methode, für die der Stanford-Forscher Karl Deisseroth zusammen mit Peter Hegemann (Humboldt-Universität zu Berlin) und Georg Nagel (Universität Würzburg) den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026 erhält. Das Nobelkomitee würdigte Entdeckungen, mit denen sich die Aktivität einzelner Nervenzellen im lebenden Gehirn an- oder abschalten lässt.

Das Prinzip laut Stanford: Lichtempfindliche Proteine aus Mikroorganismen, sogenannte Opsine, werden gentechnisch in bestimmte Nervenzellen eingebracht. Ultradünne, flexible Glasfasern leiten Licht ins Gehirn; ein Opsin, das auf blaues Licht reagiert, bringt die Zellen zum Feuern, eines für gelbes Licht hemmt sie. Das ursprüngliche Protein, Channelrhodopsin, hatten Hegemann und Nagel in Algen entdeckt. Deisseroths Team fand heraus, dass Säugetiergehirne einen dafür nötigen natürlichen Kofaktor bereits enthalten.

In Versuchen an Mäusen identifizierte Deisseroth mit der Methode unter anderem Schaltkreise, die an Parkinson beteiligt sind, und kehrte Symptome um; zudem löste er depressionsähnliche Symptome aus und linderte sie. Laut Stanford lässt sich die Technik auch auf Zellen etwa in Herz oder Bauchspeicheldrüse übertragen und könnte eines Tages mithilfe von Gentherapie beim Menschen eingesetzt werden.

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