Masaya in Nicaragua: Unter dem Vulkan mit Lavasee liegen zwei aktive Magmakammern
Der Vulkan Masaya bei Managua ist für den Lavasee im Santiago-Krater bekannt. Satellitendaten zeigen nun, dass unter ihm nicht eine, sondern zwei aktive Magmakammern liegen. Akute Gefahr sehen die Forschenden nicht.
Foto: Acana689 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Der Vulkan Masaya in Nicaragua, unweit der Hauptstadt Managua, besteht aus mehreren sich überlagernden Kratern und Calderen. Im Santiago-Krater befindet sich ein aktiver Lavasee. Nach Angaben von Forschenden der Penn State University leben im Umkreis von rund 21 Kilometern (13 Meilen) etwa zwei Millionen Menschen.
Das Team um Lizzie Johnson wertete Satellitendaten (Sentinel-1) der Jahre 2018 bis 2024 mit der Radarmethode InSAR aus, die winzige Höhenänderungen des Bodens selbst durch Wolken erfasst. Ergebnis: Der Boden in der Hauptcaldera sank zunächst und hob sich dann – womöglich weil neues Magma in ein tiefes Reservoir strömte. Rund um den Santiago-Krater sank der Boden dagegen weiter, was auf ein zweites, flacheres Reservoir hindeutet. Die Studie erschien in den Geophysical Research Letters.
Eine unmittelbare Gefahr für die umliegenden Orte zeigen die Messungen laut den Forschenden nicht. Der letzte große Lavastrom des Masaya stammt von 1772. „Seine anhaltende Entgasung führt jedoch oft zu gefährlich hohen Konzentrationen von Schwefeldioxid“, sagte Johnson.
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