Antibiotika-Suche mit KI-Agenten: Google DeepMind fahndet in Proteindaten nach Peptiden
Google DeepMind zeigt, wie seine Agenten-Software Antigravity in öffentlichen Datenbanken nach antimikrobiellen Peptiden sucht. Ein erster Kandidat wird im Labor geprüft – bestätigt ist noch nichts.
Foto: HansN. / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Google Antigravity · youtube.com
Google DeepMind hat am Donnerstag einen Werkstattbericht veröffentlicht, wie sich die Agenten-Software Google Antigravity bei der Suche nach neuen antimikrobiellen Peptiden einsetzen lässt – kleinen Eiweißen, die Bakterien abtöten können. Hintergrund ist die wachsende Antibiotikaresistenz, die nach einer im Beitrag zitierten Schätzung bis 2050 jährlich rund zehn Millionen Todesfälle verursachen könnte.
Der KI-Agent durchforstet dabei öffentliche Ressourcen wie die Proteindatenbank UniProt, in der Millionen Sequenzen ohne bekannte Funktion liegen, die AlphaFold-Strukturdatenbank und das Suchwerkzeug Foldseek. Im gezeigten Beispiel stieß er auf ein 97 Aminosäuren langes Bakteriocin aus der Familie Lactococcin 972 aus dem Bakterium Streptococcus pseudopneumoniae; als mögliche Ziele gelten Erreger der Atemwege.
DeepMind betont, dass der Kandidat noch im Nasslabor geprüft wird und seine Wirkung nicht bestätigt ist. Ein begleitendes Video auf dem offiziellen Antigravity-Kanal zeigt den Ablauf Schritt für Schritt.
