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Schilddrüsen-Augenerkrankung: USA lassen erste Spritze für zu Hause zu

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Roches Enspryng für Erwachsene mit endokriner Orbitopathie zugelassen. Patienten können sich die Spritze alle vier Wochen selbst unter die Haut setzen.

Archivbild: Roche-Türme am Konzernsitz in Basel

Archivbild · Foto: Fred Romero from Paris, France / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat im Oktober 2026 das Roche-Medikament Enspryng (Satralizumab) für Erwachsene mit endokriner Orbitopathie zugelassen – einer Augenerkrankung, die vor allem mit Morbus Basedow einhergeht. Das berichtet das Fachportal Pharmacally (16.10.2026). Demnach ist es die erste Behandlung der Krankheit, die zu Hause als Spritze unter die Haut angewendet werden kann. Die Erhaltungsdosis wird alle vier Wochen gegeben, nach Schulung durch medizinisches Personal von Patienten selbst oder Angehörigen.

Satralizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der den Rezeptor des Entzündungsbotenstoffs IL-6 blockiert. Er ist seit 2020 gegen die seltene Nervenerkrankung NMOSD zugelassen. Grundlage der neuen Zulassung sind zwei Phase-III-Studien (SatraGO-1 und SatraGO-2) mit zusammen 258 Teilnehmenden aus 19 Ländern.

Die Ergebnisse sind gemischt: In SatraGO-2 ging das Hervortreten des Auges bei 52,9 Prozent der Behandelten um mindestens 2 Millimeter zurück, unter Placebo bei 23,4 Prozent. In SatraGO-1 war der Unterschied (49,0 zu 31,2 Prozent) statistisch nicht signifikant. Neue Sicherheitssignale traten bis Woche 24 nicht auf. Roche schätzt die Häufigkeit in den USA auf rund 155 je 100.000 Menschen. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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