Winter in Bulgarien: Haushalte mit Gasheizung trifft es laut Experte am härtesten
Ex-Vizeenergieminister Jawor Kujumdschiew erwartet für Haushalte bis Ende Juni 2027 keine Strompreisänderung. Wohnen und Energie sind laut Statistikamt NSI 5,4 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Symbolbild · Foto: Ivan Radic / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
In Bulgarien werden es in diesem Winter Haushalte mit Erdgasheizung am schwersten haben. Das sagte der frühere Vize-Energieminister Jawor Kujumdschiew in einem Interview, das BGonAir am 17.10.2026 veröffentlichte. „Der Erdgaspreis hat Niveaus erreicht, die Mitte 2022 erreicht worden waren“, sagte er. Auch der Strompreis am Markt jage Rekorden hinterher, „wie wir sie seit mindestens vier Jahren nicht gesehen haben“.
Für private Stromkunden erwartet Kujumdschiew vorerst keine Verteuerung: „Bis zum 30. Juni nächsten Jahres wird sich am Strompreis höchstwahrscheinlich nichts ändern.“ Auch bei der Fernwärme rechnet er im Winter nicht mit Erhöhungen: Er glaube nicht, dass jemand mitten in einem harten Winter beschließe, die Preise anzuheben.
Die amtliche Statistik zeigt den Druck auf die Haushaltskassen: Laut Statistikamt NSI (14.10.2026) lag die Inflationsrate im September bei 5,7 Prozent. Die Ausgabengruppe Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerte sich binnen eines Jahres um 5,4 Prozent, Verkehr um 25,9 Prozent.
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