„Frosthaven“ im Test: Das Brettspiel-Epos verlässt den Early Access
Die digitale Umsetzung des Taktik-Brettspiels ist seit 15. Oktober fertig – mit 17 Helden und der kompletten Kampagne. Der Test lobt die Tiefe, kritisiert den Einstieg.
Foto: Ashtabula Archive / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Trailer: YouTube · Frosthaven · youtube.com
Wertung der Kritik
Wertungen: The Wand Report 7/10
- Plattformen
- PC
- Studio
- Snapshot Games (Arc Games)
- Release
- 15.10.2026
+ Stärken
- Sechs deutlich unterschiedliche Startklassen
- Kartenkämpfe mit echten Entscheidungen
- Ausbau des Außenpostens
- Solo oder online zu viert spielbar
– Schwächen
- Steiler Einstieg, keine Klassen-Tutorials
- Umständliche Bedienung, teils Fehler
- Unausgewogenes Tempo zu Beginn
- Online-Modus ersetzt kein Brettspiel am Tisch
Fazit der Kritik
Eine originalgetreue, taktisch tiefe Umsetzung des Brettspiels, die aber viel Geduld mit Einstieg und Bedienung verlangt.
Zusammenfassung veröffentlichter Tests – Quellen unten.
Nach mehr als einem Jahr im Early Access ist die digitale Fassung von „Frosthaven“ seit dem 15. Oktober in Version 1.0 für PC (Steam und Epic Games Store) erhältlich. Entwickelt hat sie Snapshot Games, Publisher ist Arc Games; Vorlage ist das Taktik-Brettspiel von Isaac Childres (Cephalofair Games), der Nachfolger von „Gloomhaven“. Zum Start kommen laut Gematsu der letzte der 17 spielbaren Helden, das finale Kapitel der Story-Kampagne, ein Codex im Spiel, eigene Hausregeln, ein verbesserter Koop-Modus und eine digitale Einführung namens „Road to Frosthaven“ hinzu.
The Wand Report vergibt 7 von 10 Punkten. Gelobt werden die sechs Startklassen, die sich deutlich voneinander unterscheiden, die kartengesteuerten Kämpfe mit echten Entscheidungen, der Ausbau des Außenpostens sowie Kampfziele und persönliche Aufgaben, die für zusätzliche Tiefe sorgen. Gespielt wird solo oder online mit bis zu vier Figuren. Eine Metacritic-Gesamtwertung gibt es noch nicht.
Schwierig ist laut Test der Einstieg: Das Tutorial erklärt nur die Grundlagen, Einführungen für einzelne Klassen fehlen. Die Bedienung sei umständlich, manche Eingaben würden nicht erkannt, einmal ging es im Test nicht weiter, sodass ein älterer Spielstand geladen werden musste. Hinzu kommen ein unausgewogenes Tempo am Anfang und ein Mehrspielermodus, der das gemeinsame Spiel am Tisch nicht ganz ersetzt.
