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Cannes-Grand-Prix-Gewinner „Minotaurus“ startet am 5. November in Deutschland

Andrei Swjaginzews Drama über einen Unternehmer in der russischen Provinz im Kriegsjahr 2022 kommt über MUBI in die deutschen Kinos. In Frankreich läuft es bereits.

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Foto: Gabriel Hutchinson / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · MUBI · youtube.com

„Minotaurus“ (Originaltitel „Minotaur“) des russischen Regisseurs Andrei Swjaginzew startet am 5. November 2026 bundesweit in den deutschen Kinos, wie der Verleih MUBI mitteilte. Der Film hatte im Mai bei den 79. Filmfestspielen von Cannes Weltpremiere und gewann dort den Grand Prix – die zweithöchste Auszeichnung nach der Goldenen Palme, die an Cristian Mungius „Fjord“ ging. In Frankreich läuft „Minotaurus“ seit dem 30. September; das Festival widmete dem Film am 14. Oktober ein eigenes Porträt.

Die Handlung spielt 2022 nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine in einer Kleinstadt: Unternehmer Gleb (Dmitri Masurow) verliert Mitarbeiter durch die Einberufung, während seine Ehe zerbricht. Als er die Untreue seiner Frau Galina (Iris Lebedewa) entdeckt, wird er gewalttätig – ein Handlungsstrang, der von Claude Chabrols „Die untreue Frau“ inspiriert ist. Der Film dauert 141 Minuten; deutscher Koproduzent ist Razor Film, die deutsche Premiere fand beim Filmfest Hamburg statt.

Es ist laut AFP Swjaginzews erster Film seit neun Jahren. Der Regisseur, der nach Angaben der Agentur im Exil in Frankreich lebt, nutzte die Preisverleihung in Cannes für einen Appell an Präsident Wladimir Putin, das Blutvergießen zu beenden: „Die ganze Welt wartet darauf“, sagte er (übersetzt). Mit einem Kinostart in Russland rechne er nicht. Die 80. Filmfestspiele von Cannes sind für den 11. bis 22. Mai 2027 angesetzt.

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