Russland will Dieselexporte bis Dezember verdreifachen – Atomstrom für US-Rechenzentren?
Moskau hebt sein Diesel-Exportverbot früher auf und plant bis Dezember eine Million Tonnen im Monat. Kremlgesandter Dmitrijew spricht über gemeinsame Rechenzentren mit den USA – auch mit Atomstrom.

Symbolbild · Foto: Alexxx1979 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Russland will seine Dieselausfuhren nach dem Abkommen zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump schnell ausweiten. Vizeregierungschef Alexander Nowak kündigte an, das Exportverbot für Diesel früher als geplant aufzuheben; vorgesehen sind 300.000 Tonnen im Oktober, 500.000 Tonnen im November und eine Million Tonnen im Dezember, später könnten es bis zu drei Millionen Tonnen im Monat werden. Die US-Regierung hat russische Diesellieferungen auf den Weltmarkt bis zum 7. April 2027 von Sanktionen ausgenommen. Ähnliche Mengen hatte Trump nach AP-Angaben selbst genannt; er begründete den Kauf damit, die weltweiten Energiepreise senken zu wollen.
Kirill Dmitrijew, Sondergesandter Putins für Investitionen und Chef des Russischen Direktinvestitionsfonds, sagte auf der Russischen Energiewoche in Moskau laut der Agentur TASS, beide Länder würden bald wichtige gemeinsame Initiativen ankündigen. Diskutiert würden unter anderem gemeinsame Rechenzentren, auch unter Nutzung russischer Atomkraftwerke, sowie Projekte in der Arktis und bei Flüssigerdgas. Die ersten Verträge über Dieselexporte sollen nach seinen Worten in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Deal: Er bringe Moskau zusätzliche Einnahmen für den Krieg und gleiche die Folgen der Schließung der Straße von Hormus nicht aus.
