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JU-Deutschlandtag: Winkel mit 94 Prozent bestätigt – heute spricht Kanzler Merz

Die Junge Union hat Johannes Winkel mit Rekordergebnis wiedergewählt, Hendrik Wüst bekam stehenden Applaus. Am Samstag spricht Kanzler Merz vor einem selbstbewussten Parteinachwuchs.

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Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

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Die Junge Union (JU) hat ihren Vorsitzenden Johannes Winkel beim 78. Deutschlandtag in Bonn mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt. Der 34-jährige Jurist erhielt nach dpa-Angaben 265 von 283 gültigen Stimmen, das sind 94,3 Prozent. 2024 hatte er 90,5 Prozent bekommen, bei seiner ersten Wahl 2022 waren es 87,0 Prozent. Laut Tagesspiegel ist es das stärkste Ergebnis, das ein JU-Vorsitzender bisher erzielt hat. „Unsere Generation hat mit dieser Union noch einiges vor“, sagte Winkel.

Inhaltlich setzte Winkel auf die Rentenreform: Ein Scheitern wäre seiner Ansicht nach „ein Scheitern, von dem sich die Bundesregierung kaum noch erholen kann“. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Winkel aus, solange diese völkische Positionen beziehe und Extremisten in ihre Reihen hole. „Das ist für mich eine Frage des Charakters und nicht der Umfragewerte“, sagte Winkel. Zudem griff er Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an und spielte auf ihren früheren Einsatz für Nord Stream 2 an: „Wir lassen uns ganz bestimmt nicht von Manuela Schwesig belehren.“

Als erster prominenter Gast sprach NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der als möglicher Merz-Nachfolger gilt, und erhielt eineinhalb Minuten stehenden Applaus. Mit Blick auf die Berliner Linke, in die „das Gift des Antisemitismus tief eingesickert“ sei, sprach er von einer „Schande für die Hauptstadt“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht am Samstagvormittag; im Vorjahr war er mit den Delegierten über das Rentenpaket aneinandergeraten. CSU-Chef Markus Söder beschließt das Treffen am Sonntag. „Das ist hier kein Kanzler-Casting“, sagte Winkel.

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