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„Made by Malaysia“: Land stellt sechs selbst entwickelte Chips vor

Malaysia ist bisher vor allem für das Testen und Verpacken von Chips bekannt. Jetzt hat die Regierung sechs heimische Chip-Entwicklungen gezeigt – vom KI-Prozessor bis zum Satellitenbaustein.

Symbolbild: Die Skyline von Kuala Lumpur mit den Petronas Towers

Symbolbild · Foto: CEphoto, Uwe Aranas / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Malaysia will in der Halbleiterbranche vom Fertigungsstandort zum Entwickler eigener Technik aufsteigen. In Kuala Lumpur stellte Wirtschaftsminister Akmal Nasrullah Nasir am Freitag sechs Chips und Chip-Lösungen vor, die von Firmen im staatlichen IC-Designpark des Landes entwickelt wurden. Laut Malay Mail wird ihr gemeinsames Umsatzpotenzial auf rund 300 Millionen Ringgit geschätzt. Der Minister sprach vom Unterschied zwischen „Made in Malaysia“ und „Made by Malaysia“: Es gehe darum, Technik selbst zu entwerfen und zu besitzen.

Zu den Neuheiten zählen der KI-Prozessor MARS1000 von SkyeChip für Kameras, Roboter und Fabrikanlagen sowie Speicherlösungen für KI-Rechner von MaiStorage. SiliconX präsentierte nach eigenen Angaben den ersten in Malaysia und Südostasien entwickelten programmierbaren Logikbaustein (FPGA) für Industrie und Autos. Infinecs zeigte einen Spannungsregler für Fahrzeugelektronik, Weeroc Space einen Steuerchip für die Stromversorgung von Satelliten und Alphaswift einen Flugcontroller für autonome Drohnen. Als nächsten Schritt nannte der Minister, Kunden zu gewinnen und die Industrie-Qualifizierungen zu bestehen.

Malaysia ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Standort für das Testen und Verpacken von Halbleitern. Die nationale Halbleiterstrategie sieht vor, 60.000 Ingenieure aus- und weiterzubilden; mit dem britischen Chipdesigner Arm arbeitet das Land beim Zugang zu Schaltungsentwürfen zusammen. In den beiden Designparks in Puchong und Cyberjaya arbeiten laut Malay Mail 407 Ingenieure in 20 Firmen, darunter Unternehmen aus Taiwan, Frankreich, Japan und Australien. Eine unabhängige Bewertung der Umsatzschätzung liegt nicht vor.

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