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Selenskyj bittet EU um 70 Milliarden Euro extra – Kommission soll Wege finden

Die Ukraine braucht 2027 nach eigenen Angaben mindestens 70 Milliarden Euro zusätzlich. Die EU-Chefs sagten zu, den Bedarf zu decken, beauftragten aber nur die Kommission mit Vorschlägen.

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Foto: Dati Bendo / European Commission - Audiovisual Service / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die EU beim Gipfel in Brüssel um mindestens 70 Milliarden Euro zusätzliche Hilfe für 2027 gebeten – für Verteidigung, Waffenkäufe und die Wirtschaft. „Das ist eine realistische Summe. Und ich bitte Sie, diese Unterstützung zu finden“, sagte er nach Angaben von UNN unter Berufung auf die Deutsche Welle. Den Krieg bezifferte er laut Euronews für 2027 auf 155 Milliarden Euro. Die Lücke kommt zu dem bereits vereinbarten Kredit über 90 Milliarden Euro für 2026 und 2027 hinzu.

Die Staats- und Regierungschefs waren sich einig, dass der Finanzbedarf der Ukraine gedeckt werden muss, trafen aber keine Entscheidung über die Mittel; die Kommission soll Optionen vorlegen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stützte laut Euronews die Schätzung, sagte aber, die EU werde die Lücke nicht allein schließen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mahnte, zunächst die 90 Milliarden schneller auszuzahlen: „Es ist zu früh, einen konkreten Betrag zu nennen.“ Geprüft würden auch Beiträge der G7-Staaten und weiterer Partner.

Mit der Lücke gewinnt die Debatte über die in der EU eingefrorenen russischen Vermögen erneut an Fahrt; Belgien lehnt eine Nutzung weiter ab. Ratspräsident António Costa und von der Leyen kündigten an, den Druck auf Moskau zu erhöhen, die Sanktionen blieben bis zum Ende der Kämpfe bestehen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas räumte Probleme mit Washington ein: „Man sieht natürlich, dass es mit unseren amerikanischen Verbündeten sehr schwierig ist.“ Zusätzliche Luftabwehr-Lieferungen blieben offen.

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