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Frankreich: Großer Protesttag – Lecornu beruft Krisenstab ein, 25 Metrostationen zu

Schüler, Gewerkschaften und frühere Gelbwesten wollen am Samstag landesweit demonstrieren. Das Innenministerium zählt rund 500 Aktionen und mehr als 90 Kundgebungen.

Symbolbild: Statue der Republik auf der Place de la République in Paris

Symbolbild · Foto: Romainbehar / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

In Frankreich ist für diesen Samstag ein landesweiter Protesttag angekündigt, zu dem Schüler- und Studierendenverbände, Teile der Gewerkschaften wie CGT und Solidaires, frühere Gelbwesten, Bauern der Confédération paysanne sowie Fahrdienstfahrer (VTC) aufrufen. Im Mittelpunkt steht laut BFMTV die Kaufkraft. Das Innenministerium rechnet mit rund 500 Aktionen und mehr als 90 Demonstrationen; einer von BFMTV eingesehenen Geheimdienstnotiz zufolge werden außerhalb von Paris 60.000 bis 110.000 Teilnehmer erwartet.

Premierminister Sébastien Lecornu hat auf Initiative von Innenminister Laurent Nuñez einen interministeriellen Krisenstab einberufen, der am Samstag auf Ebene der Kabinettschefs tagt. Blockaden großer Straßen und wichtiger Einrichtungen würden „nicht toleriert“, erklärte das Ministerium. Nach Angaben von Europe 1 erlaubte Nuñez zudem wieder den Einsatz von Schallgranaten, die verboten worden waren, nachdem ein Schüler Ende September in Lens eine Hand verloren hatte.

In Paris soll der Hauptzug um 14 Uhr an der Place de la République starten und über die Boulevards Magenta, Rochechouart und Clichy zur Place de Clichy führen. Laut Sortiraparis bleiben 25 Metrostationen sowie der RER-A-Halt Charles de Gaulle–Étoile geschlossen. Routen zur Concorde und zur Bastille wurden untersagt, ebenso Kundgebungen nahe Élysée, Matignon, Ministerien und Bahnhöfen. Die Gewerkschaften CFDT und FO setzen stattdessen auf einen branchenübergreifenden Streik am 5. November.

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