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Frankreich: Protestierende dringen in Rathäuser ein – Tränengas in Paris und Lyon

Beim landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Mängel an Schulen kam es zu Krawallen. In Lyon brannte das Touristenbüro, in Lille und Marseille drangen Demonstranten in die Rathäuser ein.

Rathaus von Lille (Archivbild)

Archivbild · Foto: Velvet / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der landesweite Protesttag in Frankreich ist am Samstag in mehreren Städten in Gewalt umgeschlagen. Nach Angaben des Innenministeriums beteiligten sich bis zum Mittag rund 32.800 Menschen an etwa 140 Aktionen außerhalb von Paris. Die Polizei setzte in Paris, Lyon und Straßburg Tränengas und Schlagstöcke ein, in Paris auch einen Wasserwerfer. Al Jazeera berichtete unter Berufung auf das Innenministerium von mehr als 250 Festnahmen landesweit.

In Lyon wurde das Touristenbüro in Brand gesetzt. In Marseille rammten vermummte Demonstranten die Tür des Rathauses und drangen ein, bevor die Polizei sie hinausdrängte. Am Nachmittag stürmten Protestierende laut AFP auch das Rathaus von Lille und beschädigten mehrere Räume. Auf der Place de la République in Paris ging ein Auto in Flammen auf, an den Pariser Büros der Sender CNews und Europe 1 gingen Scheiben zu Bruch.

Zu den Protesten hatte unter anderem die Gelbwesten-Bewegung aufgerufen; beteiligt waren Schüler, Studierende, Lehrkräfte und Gewerkschaften. Sie richten sich gegen steigende Kraftstoffpreise und Lebenshaltungskosten, die Lage an den Schulen und aus Sicht der Kritiker unverhältnismäßige Polizeieinsätze. Präsident Emmanuel Macron hatte am Freitag zu Ruhe aufgerufen: Es gebe ein verfassungsmäßiges Recht zu protestieren, das aber Respekt vor Menschen und Eigentum verlange.

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