Wie Deutschland Frankreich in sechs Wochen besiegte: der Westfeldzug 1940
Am 10. Mai 1940 griff die Wehrmacht im Westen an, am 22. Juni unterschrieb Frankreich in Compiègne den Waffenstillstand. Die neue Folge von „FilmPartner24 – History“ zeigt den Feldzug animiert.
Titelgrafik der Reihe · © FilmPartner24
Video: YouTube · FilmPartner24 · youtube.com
Nach dem Überfall auf Polen hatten Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich am 3. September 1939 den Krieg erklärt. Doch an der Grenze zwischen Maginot-Linie und Westwall blieb es monatelang still – der „Sitzkrieg“. Am 10. Mai 1940 griff die Wehrmacht dann die Niederlande, Belgien und Luxemburg an. Der entscheidende Stoß kam jedoch weiter südlich: Nach dem von Erich von Manstein entworfenen „Sichelschnitt“-Plan rückten Panzerverbände durch die Ardennen vor, überquerten am 13. Mai bei Sedan die Maas und erreichten am 20. Mai bei Abbeville den Ärmelkanal. Die alliierten Truppen in Belgien und Nordfrankreich waren eingekesselt, Belgien kapitulierte am 28. Mai.
Am 24. Mai ließ Hitler die Panzer vor Dünkirchen anhalten. Bis zum 4. Juni konnten so rund 338.000 britische und französische Soldaten über den Ärmelkanal nach Großbritannien entkommen. Am 5. Juni begann mit „Fall Rot“ der Angriff auf das restliche Frankreich, am 14. Juni wurde Paris kampflos besetzt. Marschall Philippe Pétain übernahm die Regierung und bat um Waffenstillstand, Charles de Gaulle rief aus dem Londoner Exil zum Widerstand auf. Am 22. Juni unterzeichneten die Generäle Wilhelm Keitel und Charles Huntziger im Wald von Compiègne den Waffenstillstand – auf Hitlers Anweisung in demselben Eisenbahnwagen, in dem 1918 der Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs unterzeichnet worden war.
Die animierte Dokumentation zeichnet den Feldzug Tag für Tag auf der Karte nach und zeigt auch, wie Frankreich in eine besetzte Zone und den Vichy-Staat geteilt wurde. Laut dem Deutschen Historischen Museum fielen rund 27.000 deutsche und rund 92.000 französische Soldaten, 1,9 Millionen alliierte Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Das Bundesarchiv verweist zudem auf Kriegsverbrechen, etwa Massaker der Waffen-SS an Kriegsgefangenen in Le Paradis und Wormhoudt. Das Video ist auf Deutsch.
