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Drohnen-Frachter „Chelsea 3“ in Burgas eingeschleppt – drei Lecks im Rumpf

Nach tagelanger Drift ist der im Schwarzen Meer von Drohnen getroffene Frachter im Hafen Burgas angekommen. Verkehrsminister Peew spricht von einer beispiellosen Rettungsaktion.

Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter „Chelsea 3“ hat am frühen Samstagmorgen den Hafen von Burgas erreicht. Das Schiff war am 13. Oktober rund 17 Seemeilen östlich von Bjala von Drohnen getroffen worden und trieb danach mehrere Tage manövrierunfähig vor der bulgarischen Küste. Alle 15 Besatzungsmitglieder waren gerettet worden. Erst im zweiten Anlauf gelang der Schlepp: Die Hauptphase begann laut Verkehrsministerium am Freitag um 20.25 Uhr, beteiligt waren zwei Schiffe der Grenzpolizei, ein Schlepper aus Burgas, die Seeverwaltung und die Marine.

Hafenkapitän Schiwko Petrow, der den Einsatz leitete, nannte das Zusammenspiel aus schlechtem Wetter und schweren Schäden die größte Herausforderung. Am Rumpf seien drei sichtbare Lecks – backbord, steuerbord und am Heck. Es habe die Gefahr bestanden, dass das Schiff beim Schleppen sinkt; das Anbordgehen sei der gefährlichste Teil gewesen. Die „Chelsea 3“ soll am Westkai festmachen, danach beginnen Gutachten.

Verkehrsminister Georgi Peew sprach von einer „beispiellosen“ Operation. Der Angriff sei „höchstwahrscheinlich“ von Russland ausgegangen, dies müsse aber bewiesen werden. Bulgarien sammle Beweise für eine unabhängige Untersuchung, deren Ergebnisse veröffentlicht und den europäischen Partnern vorgelegt werden sollen. Die Militärstaatsanwaltschaft Sofia hat bereits am Freitag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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