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Blue Origin plant neue Startrampen in Florida und beantragt 50 Starts pro Jahr

Nach der Explosion bei einem Triebwerkstest im Mai rüstet Bezos’ Raumfahrtfirma auf: neue Rampen, zwei Landeschiffe und 330 Millionen Dollar für eine größere Raketenfertigung.

Start einer New-Glenn-Rakete (Archivbild)

Archivbild · Foto: U.S. Space Force photo by Senior Airman Samuel Becker / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Das Raumfahrtunternehmen Blue Origin will an der Weltraumküste Floridas zusätzliche Startrampen für seine Schwerlastrakete New Glenn bauen. Ziel seien bis Ende des Jahrzehnts mehrere Flüge pro Woche, sagte Betriebschef Ian Richardson laut dem Fachportal Spaceflight Now. Wo die neuen Rampen entstehen sollen, ließ die Firma offen. Bei der US-Luftfahrtbehörde FAA hat Blue Origin beantragt, die zulässigen Starts vom Komplex LC-36A von 12 auf 50 pro Jahr anzuheben; eine Online-Anhörung ist für den 22. Oktober angesetzt.

Zum Ausbau gehören zwei neue Landeschiffe für die wiederverwendbaren Erststufen, eine Halle zur Wartung zurückgekehrter Booster sowie eine mit Unterstützung der US Space Force gebaute Anlage zur Vorbereitung von Nutzlasten. Für 330 Millionen Dollar soll zudem die Fertigung in Florida wachsen: Das Werk soll bis Sommer 2027 fertig sein und bis zu 150 Oberstufen pro Jahr liefern können, für die größere Variante New Glenn 9×4.

Blue Origin erholt sich noch von einer schweren Explosion bei einem Triebwerkstest im Mai; die Startrampe LC-36A wird derzeit wiederaufgebaut. Firmengründer Jeff Bezos hatte Anfang Oktober gesagt, New Glenn solle noch vor Jahresende wieder fliegen. Nach Angaben Richardsons hat Blue Origin bereits mehr als drei Milliarden Dollar in Florida investiert; mehr als 5.000 Beschäftigte und 500 Zulieferer aus Florida tragen die Arbeit.

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