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Bumble führt Nutzernamen ein: Dating-Profil teilen statt Handynummer

Wie bei Instagram oder X können Bumble-Nutzer in den USA jetzt einen suchbaren Nutzernamen anlegen. Wer jemanden im echten Leben trifft, kann so das Profil weitergeben – ohne Nummer oder privates Social-Media-Konto.

Hand hält ein Smartphone mit App-Symbolen auf dem Bildschirm (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Océanos y dados / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Dating-App Bumble hat eine Funktion namens „Handles“ eingeführt: frei wählbare, eindeutige Nutzernamen, über die sich Profile gezielt suchen lassen, ähnlich wie auf Instagram oder X. Laut dem Branchendienst Global Dating Insights und dem Wirtschaftsmagazin Fast Company ist die Funktion freiwillig und zunächst nur für iPhone-Nutzer in den USA verfügbar. Einen Zeitplan für andere Länder oder Android nannte Bumble demnach nicht.

Gedacht ist der Nutzername für Situationen außerhalb der App: Wer jemanden im Café oder auf einer Feier kennenlernt, kann statt der Handynummer den Bumble-Namen weitergeben; Freunde können Bekannte über deren Profil miteinander bekannt machen, und Nutzer können ihr Profil in anderen sozialen Netzwerken verlinken. Schreiben können sich zwei Menschen aber weiterhin erst, wenn beide Interesse bekundet haben. Der Nutzername lässt sich jederzeit abschalten, dann ist das Profil über die Suche nicht mehr auffindbar. „Ihre privaten und beruflichen Netzwerke sind nicht unbedingt der Ort, an dem Ihr Liebesleben beginnen soll“, wird Gründerin Whitney Wolfe Herd in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Neuerung fällt in eine Umbruchphase: Bumble hatte am 13. Oktober eine Übernahme für 1,3 Milliarden Dollar angekündigt, die Aktie hat seit dem Börsengang 2021 laut Fast Company mehr als 90 Prozent verloren. Die Branche versucht seit Monaten, Menschen wieder stärker zu echten Begegnungen zu bewegen – Tinder startete im März eine Event-Funktion. Nach einer von Fast Company zitierten Harris-Umfrage aus diesem Jahr nutzen zwei Drittel der alleinstehenden Erwachsenen in den USA keine Dating-Apps, 72 Prozent der Singles empfinden sie als eher geschäftsmäßig denn romantisch.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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