Schülerdemo am Kleistpark: Kaum Jugendliche – Polizei zählt rund 250 Teilnehmer
Aufgerufen war zur Solidarität mit den Schülerprotesten in Frankreich. Laut Polizei kamen vor allem Teilnehmer aus der linken Szene. Die Demo in Schöneberg blieb friedlich.

Archivbild · Foto: Dirk Ingo Franke / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
In Berlin-Schöneberg haben am Samstagnachmittag Menschen ihre Solidarität mit den seit Wochen andauernden Schüler- und Studentenprotesten in Frankreich bekundet. Die Polizei sprach zunächst von rund 300, später von etwa 250 Teilnehmern am U-Bahnhof Kleistpark. Aufgerufen hatten die Linksjugend Solid und der Neuköllner Bezirksverband der Linken; gefordert wurden bessere Bildungs- und Lernbedingungen.
Polizeisprecher Florian Nath sagte dem Tagesspiegel, die Teilnehmer stammten überwiegend aus der „deutlich links orientierten Aktionsszene aller Spektren“; Jugendliche seien trotz des Aufrufs zum Schülerprotest kaum gekommen. Zu sehen waren unter anderem Fahnen von La France Insoumise und vereinzelt Palästina-Flaggen. Redner wandten sich auch gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Nach einer kurzen Laufdemo löste sich die Versammlung gegen 17:20 Uhr weitgehend auf. Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht. Am Freitag war es bei einer Schuldemonstration in Friedrichshain zu Rangeleien mit der Polizei gekommen.
