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Erstes Rechenzentrum in Kanada: Anthropic mietet Kapazität in Nova Scotia

Der Claude-Entwickler hat einen langfristigen Mietvertrag mit EverWind in Point Tupper unterzeichnet. Der Betreiber will mehr als 10 Milliarden kanadische Dollar investieren.

Industriestandort Point Tupper in Nova Scotia (Archivbild)

Archivbild · Foto: Achim Hering / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die KI-Firma Anthropic hat ihren ersten Rechenzentrumsvertrag in Kanada geschlossen. Wie Reuters und kanadische Medien berichten, mietet das Unternehmen langfristig Kapazität auf dem Gelände des Betreibers EverWind in Point Tupper in der Provinz Nova Scotia. Eine erste Ausbaustufe mit 95 Megawatt soll Ende 2027 in Betrieb gehen; 2028 sollen – vorbehaltlich behördlicher Auflagen – weitere 325 Megawatt folgen, insgesamt also 420 Megawatt.

EverWind beziffert die Investition auf mehr als 10 Milliarden kanadische Dollar, davon rund 2 Milliarden für Windparks an Land. Laut Firmenchef Trent Vichie wäre es die größte private Investition in der Geschichte der Provinz. Das Unternehmen erwartet rund 2.000 Bauarbeitsplätze und 215 Dauerstellen und sagt zu, die Netzkosten selbst zu tragen, damit Stromkunden nicht belastet werden. Der Wasserverbrauch soll bei voller Leistung im Schnitt bei etwa 500.000 Litern pro Tag liegen.

„Kanada hat für die verantwortungsvolle Entwicklung von Rechenzentren eine hohe Messlatte gesetzt“, sagte Anthropics Kanada-Politikchef Jacob Glick. Premier Tim Houston begrüßte das Projekt: Kanada habe nicht genug Rechenleistung. NDP-Oppositionsführerin Claudia Chender forderte dagegen eine strenge Regulierung. Kritiker verweisen generell auf den hohen Strom- und Wasserbedarf solcher Anlagen.

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