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Strom für 340 Euro je Megawattstunde: Bulgariens Fleischverarbeiter fordern Hilfe

Hohe Strom- und Treibstoffpreise sind laut Branchenverband die größte Sorge der Betriebe – mehr als die Euro-Einführung. Ein diskutiertes Hilfsmodell könnte das Geld erst nach zehn Monaten auszahlen.

Symbolbild: Hochspannungsmasten bei Skrawena, Bulgarien

Symbolbild · Foto: Dimitǎr Boevski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bulgariens Fleischverarbeiter schlagen wegen der Strompreise Alarm. Hohe Strom- und Treibstoffkosten seien die größte Sorge der Branche, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Fleischverarbeiter, Atanas Urdschanow, am Samstag beim traditionellen Fest „Elenski but“ in Elena nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA. In den Spitzenstunden habe Strom am Donnerstag 340 Euro je Megawattstunde gekostet. Solche Preise habe die Branche im vergangenen Jahr nicht erlebt.

„Wir erwarten Hilfe vom Staat, vor allem für den Strom“, sagte Urdschanow laut dem Portal Banker.bg. Im Vorjahr hätten die Betriebe Unterstützung erhalten, als die Preise über 200 Lewa je Megawattstunde stiegen. Diskutiert werde nun ein Mechanismus, bei dem das Geld zehn Monate lang in einem Fonds liegen solle – das wecke Zweifel, ob die Hilfe rechtzeitig ankomme. Inflation und hohe Produktionskosten belasteten die Branche nach seinen Worten stärker als die Einführung des Euro.

In dem Sektor arbeiten mehr als 400 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen. Etwa 40 Prozent des verarbeiteten Schweinefleischs stammen aus Bulgarien, 60 Prozent aus anderen EU-Ländern; bei Rindfleisch werden rund 80 Prozent importiert. Die Schweinefleischpreise seien relativ stabil geblieben, sagte Urdschanow. Er rief die Erzeuger auf, enger zusammenzuarbeiten, um größere Aufträge bedienen zu können.

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