Söder spricht zum Abschluss des JU-Deutschlandtags – Nachwuchs fordert Taten
CSU-Chef Söder tritt heute ab 9 Uhr als letzter prominenter Redner vor die Junge Union in Bonn. Tags zuvor hatte Kanzler Merz den Kabinettsbeschluss zur Rente noch für dieses Jahr zugesagt.

Archivbild · Foto: Kasa Fue / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht am Sonntag zum Abschluss des Deutschlandtags der Jungen Union (JU) in Bonn; geplanter Beginn ist 9 Uhr. Er ist nach dpa-Angaben der letzte prominente Redner der dreitägigen Konferenz, die am Nachmittag endet. Zuvor hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (beide CDU) gesprochen. Der 34-jährige JU-Chef Johannes Winkel war am Freitag mit seinem bislang besten Ergebnis für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt worden.
Merz hatte am Samstag vor rund 300 Delegierten zugesagt, dass der Rentenbeschluss der Regierung noch in diesem Jahr ins Kabinett kommt. „Ich möchte, dass wir die Reformvorschläge der Rentenkommission so umsetzen, wie sie auf dem Tisch liegen“, sagte er laut t-online. Der neue SPD-Arbeitsminister Alexander Schweitzer will dagegen an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren grundsätzlich festhalten und strebt einen Kompromiss an. Die erste Lesung im Bundestag soll vor dem Jahreswechsel, die Schlussabstimmung Anfang 2027 folgen.
Der Applaus für Merz fiel laut ZDF „freundlich, aber verhalten“ aus. Agnes Brücklmayer von der JU Bayern forderte den Kanzler auf: „Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen.“ Hessens JU-Chef Lukas Brandscheid sagte: „Wir können nicht zuschauen, wie wir als CDU abgewickelt werden.“ Winkel kritisierte, die CDU mache „immer noch Politik, als sei 2010“. Söder und Wüst gelten nach dpa-Angaben als mögliche Nachfolger von Merz im Kanzleramt.
