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Belgien: Tränengas und Wasserwerfer bei Studentenprotesten in Brüssel und Lüttich

Hunderte überwiegend junge Menschen protestierten gegen Studiengebühren und Bildungsreformen. Innenminister Quintin: Das sei „kein bloßer Protest mehr“.

Symbolbild: Polizei mit Wasserwerfern bei einer Demonstration in Brüssel (2011)

Symbolbild · Foto: M0tty / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Protestwelle aus Frankreich hat am Samstag auch Belgien erreicht. Im Zentrum von Brüssel versammelten sich nach Reuters-Angaben mehrere Hundert überwiegend junge Menschen, auch in Lüttich wurde demonstriert. Die Studierenden protestieren seit Wochen gegen Studiengebühren und steigende Bildungskosten sowie gegen Reformen, die nach ihrer Befürchtung den Zugang zur Hochschulbildung erschweren. In Lüttich hatten Studierende bereits Anfang des Monats gegen Kosten im französischsprachigen Bildungssystem demonstriert.

In Brüssel kam es zu Zusammenstößen: Viele Demonstranten waren vermummt, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Ein Reuters-Augenzeuge berichtete, einige Protestierende hätten ein Auto umgeworfen. Die Polizei warf Teilnehmern vor, Wurfgeschosse geschleudert und Feuer gelegt zu haben. Auch in Lüttich kamen Wasserwerfer zum Einsatz; Teilnehmerzahlen nannte die Polizei dort nicht. Angaben zu Festnahmen lagen zunächst nicht vor.

Innenminister Bernard Quintin schrieb auf X, was sich in Brüssel abspiele, sei „kein bloßer Protest mehr“. Man werde alle nötigen Mittel einsetzen, um die Ordnung wiederherzustellen. Nach Reuters-Angaben sind die Proteste teils von den Unruhen im Nachbarland Frankreich inspiriert, die vor einem Monat wegen Schulbedingungen begannen und sich auf Lebenshaltungskosten und öffentliche Ausgaben ausweiteten.

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