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Roman-Teleskop liefert fast 30 Prozent schärfere Bilder als vorhergesagt

Nach winzigen Korrekturen an den Spiegeln übertrifft NASAs neues Weltraumteleskop Roman die Vorgaben deutlich. Der Sekundärspiegel musste nur um einen Bruchteil einer Haaresbreite bewegt werden.

Symbolbild: Illustration des Weltraumteleskops Nancy Grace Roman

Symbolbild · Foto: IMAGE: NASA, NASA-GSFC / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Das im Sommer gestartete Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop der NASA arbeitet besser als vor dem Start verlangt. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde liefert das Hauptinstrument, die Weitwinkelkamera Wide Field Instrument, Bilder, die fast 30 Prozent schärfer sind als vorhergesagt. Gefordert war ein optischer Fehler von etwa 90 Nanometern (RMS); nach den jüngsten Korrekturen wurden 63 Nanometer gemessen. 90 Nanometer entsprechen nach NASA-Angaben etwa einem Tausendstel der Dicke eines menschlichen Haares. Roman war am 30. August 2026 gestartet und soll unter anderem Dunkle Materie und Dunkle Energie untersuchen.

Die Kamera wurde im September eingeschaltet. Ingenieure testeten die 18 Detektoren samt Elektronik, das Filterrad, interne Kalibrier-LEDs und die Temperaturregelung. Dann brachten sie den Ausrichtungsmechanismus aus der absichtlich unscharfen Startposition in die Stellung für die schärfsten Bilder. Weil die Optik schon sehr gut justiert war, reichten kleinste Eingriffe: Der Sekundärspiegel wurde um etwa ein Sechzehntel des Durchmessers eines Haares verschoben. „Die Leistung des Teleskops war schon exzellent, bevor wir mit der Justierung begonnen haben“, sagte Matthew Bolcar, Leiter der Roman-Optiksysteme am Goddard Space Flight Center.

Auch das zweite Instrument, der Koronograf, war leicht unscharf – weniger als befürchtet – und wurde korrigiert. In den kommenden Wochen wollen die Teams seine Kameraeinstellungen und verformbaren Spiegel feinjustieren und testen, wie gut er störendes Sternenlicht ausblendet. „Alle Bilder aus Romans kosmischen Durchmusterungen werden noch schärfer sein als erwartet“, sagte der Optikingenieur Alden Jurling. Am Bau beteiligt waren laut NASA unter anderem die Firmen L3Harris und BAE Space and Mission Systems.

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