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Nachschub für die Krebstherapie: Forscher vermehren Vorläufer von Immunzellen im Labor

Ein USC-Team kann unreife Immunzellen dauerhaft vermehren und mit einem CAR-Rezeptor ausstatten. In Mäusen bremsten sie Blutkrebs und solide Tumoren. Ob es beim Menschen funktioniert, ist offen.

Symbolbild: Fluoreszenzaufnahme eines Organs aus der Tumorforschung

Symbolbild · Foto: Shimpei Kubota / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende der Keck School of Medicine der University of Southern California (USC) haben einen Weg gefunden, Vorläufer von Immunzellen im Labor über lange Zeit zu vermehren und gentechnisch für die Krebsbekämpfung umzurüsten. Es geht um sogenannte Granulozyten-Monozyten-Vorläuferzellen (GMP), aus denen im Körper unter anderem Makrophagen – Fresszellen, die in Tumoren eindringen können – hervorgehen. Mit einer definierten Chemikalienmischung überlebten und teilten sich die Zellen, ohne vorzeitig zu reifen. Die Studie erschien im Fachjournal „Cell“; ein Labor der Stanford University um Ravi Majeti konnte die Methode unabhängig nachvollziehen.

Bisherige Zelltherapien haben zwei Probleme: Es ist schwer, genug Zellen herzustellen, und sie bleiben im Körper oft nicht lange aktiv. Reife Makrophagen lassen sich schlecht vermehren und einfrieren und sammeln sich nach der Infusion in Lunge und Leber. Die Vorläuferzellen dagegen siedelten sich bei Mäusen im Knochenmark an und bildeten dort laufend neue, umgerüstete Immunzellen. Mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR) ausgestattet, der ein Krebsmerkmal erkennt, bremsten sie sowohl Blutkrebs als auch solide Tumoren. Zellen mit einem zusätzlichen Signal, das weitere Immunzellen anlockt, wirkten besser.

Dieses Zusatzsignal funktionierte laut Studie auch, wenn Spender und Empfänger immunologisch nicht zusammenpassten – Voraussetzung für vorab hergestellte Therapien „von der Stange“. In einem Mausmodell einer erblichen Immunschwäche stellten die Zellen zudem die Abwehr gegen Bakterien wieder her. Die Ergebnisse stammen allerdings aus Labor- und Tierversuchen; Sicherheit und Wirksamkeit beim Menschen sind unbekannt. „Die Studie schafft eine skalierbare und gentechnisch veränderbare GMP-Plattform für die zelluläre Immuntherapie“, sagte Studienleiter Qi-Long Ying.

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