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Italien: Krawalle in Mailand und Bologna – Meloni verurteilt Gewalt

Bei Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten flogen am Mailänder Dom Steine, die Polizei setzte Tränengas ein. In Bologna gab es laut ANSA sieben Festnahmen.

Symbolbild: Mailänder Domplatz mit Dom

Symbolbild · Foto: Steffen Schmitz / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Auch in Italien sind Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten am Samstag in Gewalt umgeschlagen. In Mailand feuerte die Polizei nach Berichten italienischer Medien Tränengas, nachdem Protestierende auf dem Domplatz Steine geworfen hatten. Aufgerufen hatte nach Reuters-Angaben die Bewegung „Italia in Piazza“. Polizisten in Schutzausrüstung versuchten, vermummte Gruppen, die sich vom Hauptzug gelöst hatten, aus der Galleria Vittorio Emanuele II zu drängen. Geschäfte ließen die Rollläden herunter, Touristen verließen das Zentrum, die Metrostation Duomo wurde geschlossen.

Es gab nach Medienberichten mehrere Verletzte und Festnahmen in Mailand, genaue Zahlen wurden nicht genannt. In Bologna setzte die Polizei einen Wasserwerfer gegen die Menge ein; die Nachrichtenagentur ANSA meldete sieben Festnahmen. Neben den Zusammenstößen fanden nach Angaben von Al Jazeera auch friedliche Kundgebungen statt.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die sich im kommenden Jahr einer Parlamentswahl stellen muss, verurteilte die Ausschreitungen auf X: „Demonstrieren ist ein Recht. Unsere Städte in Schlachtfelder zu verwandeln, ist es nicht.“ Die Krawalle fielen auf denselben Tag wie die Massenproteste in Frankreich sowie Kundgebungen in Belgien und Portugal.

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