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Indiana: Öffentliche Gnadenanhörung – Debatte im Schatten der Pike-Panne

Der Bewährungsausschuss hört heute Zeugen für und gegen die Begnadigung eines Todeskandidaten. Der Vater der getöteten Kinder befürwortet lebenslange Haft.

Archivbild: Haupteingang des Indiana State Prison in Michigan City, historische Postkarte aus den 1920er-Jahren

Archivbild · Foto: Steve Shook from Moscow, Idaho, USA / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Indianapolis hört der Bewährungsausschuss von Indiana am Montag öffentlich Zeugen zum Gnadengesuch von Jeffrey Weisheit an – am Vormittag Befürworter, am Nachmittag Gegner einer Begnadigung. Weisheit wurde 2013 zum Tode verurteilt, weil er 2010 in Evansville zwei Kinder im Alter von acht und fünf Jahren bei einem Hausbrand getötet hatte. Die Hinrichtung ist für den 5. November angesetzt. Die Empfehlung des Ausschusses ist nicht bindend, entscheiden muss Gouverneur Mike Braun.

Bei seiner Befragung im Gefängnis am Freitag sagte Weisheit: „Es gibt keine Entschuldigung oder Erklärung für das, was ich getan habe“ und „Ich will jetzt leben“. Der Vater der Kinder unterstützt in einer eidesstattlichen Erklärung lebenslange Haft ohne Bewährung: „Was nützt es dem Andenken meiner Kinder, diesen Mann hinzurichten?“, schrieb er laut Indiana Capital Chronicle. Eine Empfehlung erwartet der Ausschuss nicht vor dem 23. Oktober.

Der Fall steht im Schatten der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike in Tennessee, bei der dasselbe Mittel – Pentobarbital – eingesetzt wurde wie in Indiana. „Das lässt einen innehalten“, sagte Braun, die Hinrichtung sei aber derzeit angesetzt. Die Verteidigung will eine Verschiebung auf den 19. November, um Hirnuntersuchungen vornehmen zu lassen. Das Oberste Gericht des Bundesstaats lehnte es ab, die Gnadenanhörungen zu verschieben; über den Antrag zum Hinrichtungstermin ist noch nicht entschieden.

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