Berlin --:--Montag, 19. Oktober 2026
LIVE
Leben & AlltagNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Leben & Alltag ·

Demenz: Wer bei der Diagnose mehr wiegt, lebt laut Studie länger

Eine Auswertung von 4.523 US-Erwachsenen verbindet Übergewicht und Adipositas bei der Demenz-Diagnose mit einem geringeren Sterberisiko. Die Forscher betonen: Das ist kein Rat zum Zunehmen.

Symbolbild: Füße auf einer Personenwaage

Symbolbild · Foto: Bill Branson, National Cancer Institute / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Menschen, die bei der Diagnose Demenz übergewichtig oder adipös sind, haben ein geringeres Sterberisiko als Normalgewichtige. Das zeigt eine im Journal of Alzheimer's Disease veröffentlichte Studie, über die Bioengineer.org am 18.10.2026 berichtete. Erstautorin ist Virginia Chang von der NYU School of Global Public Health, korrespondierender Autor Yuan Zhang von der Columbia University Mailman School of Public Health.

Ausgewertet wurden Daten von 4.523 Erwachsenen ab 51 Jahren aus der US-amerikanischen Health and Retirement Study (1998–2022), die im Verlauf eine Demenz entwickelten. Bei Übergewicht (BMI 25–29,9) lag das Sterberisiko um 16 Prozent niedriger, bei Adipositas Grad 1 (BMI 30–34,9) um 27 Prozent und ab einem BMI von 35 um 22 Prozent.

Die Studie ist eine Beobachtungsstudie; laut Chang zeigt sie nicht, dass Zunehmen den Verlauf verbessert. Als möglichen Faktor nennt sie die Ernährung, die für Menschen mit Demenz ein großes Problem sein könne. Verzerrungen wie umgekehrte Kausalität haben die Forscher nach eigenen Angaben geprüft – sie erklären den Zusammenhang demnach nicht. Gefördert wurde die Arbeit von den US-Gesundheitsinstituten NIH.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

Mehr aus dem Ressort

← Leben & Alltag