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„Chelsea 3“ in Burgas: Militärstaatsanwälte und Taucher suchen Spuren der Drohnen

Der im Schwarzen Meer von Drohnen getroffene Frachter wird in Burgas untersucht – auch mit Tauchern und Strahlenmessungen. Bauern warnen derweil vor einem Einbruch beim Getreideexport.

Archivbild: Hafen von Burgas

Archivbild · Foto: Vammpi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Hafen Burgas-West gehen die Untersuchungen an dem von Drohnen getroffenen Frachter „Chelsea 3“ weiter. Die Militär-Bezirksstaatsanwaltschaft Sofia, die ein Ermittlungsverfahren wegen des Angriffs in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone eingeleitet hat, beaufsichtigt die Arbeiten. Gutachter sollen klären, welche Waffen eingesetzt wurden und woher die Drohnen kamen. Laut Petrow sind Taucher beteiligt, da ein Leck über und unter der Wasserlinie liegt; zudem wurde die Strahlung gemessen – Hinweise auf eine Gefahr wurden nicht gemeldet. Das Schiff steht unter Bewachung.

Laut Kapitän Schiwko Petrow, Direktor der Seeverwaltung Burgas, hat der Rumpf drei große Lecks: an beiden Seiten etwa mittschiffs und am Heck, wo die Maschinen liegen. Dadurch sei die Steuerung ausgefallen. Nach seiner vorläufigen Einschätzung wurden alle drei durch Explosionen verursacht, „höchstwahrscheinlich“ durch eine Überwasserdrohne. Das Schiff sei leer, versicherte er. Der Frachter hatte tagelang manövrierunfähig im Meer getrieben, bevor er in einer schwierigen, vom Staat bezahlten Aktion nach Burgas geschleppt wurde.

Die Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer beunruhigen auch die Landwirtschaft. Getreidebauern in der Region Plowdiw berichten laut BNT von fallenden Preisen; rund fünf Millionen Tonnen Weizen warteten auf den Export. Eine echte Alternative zum Seeweg gebe es nicht, der Transport nach Thessaloniki sei unrentabel, sagt ein Landwirt. An der türkischen Grenze warteten bulgarische Lkw wegen Bauarbeiten bis zu 160 Stunden; der Transportverband warnt vor Engpässen.

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