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Anthropic gibt fünf Prozent seiner Aktien an Gemeinwohl-Fonds – auch gegen KI-Jobfolgen

Der KI-Entwickler gründet einen eigenen Fonds für das Gemeinwohl. Wächst der Firmenwert, kann weiteres Kapital hinzukommen. Das Geld könnte auch Menschen helfen, die durch KI ihren Job verlieren.

Archivbild: Anthropic-Chef Dario Amodei

Archivbild · Foto: TechCrunch / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der KI-Entwickler Anthropic hat am Sonntag einen Gemeinwohl-Fonds („Public Benefit Fund“) angekündigt. Der Fonds ist eine hundertprozentige Tochter des Unternehmens und soll zunächst fünf Prozent der Firmenanteile erhalten. Die Aktionäre müssen noch zustimmen. Für jede Steigerung des Unternehmenswerts um 50 Prozent kann der Verwaltungsrat nach eigenem Ermessen weitere zwei Prozent beisteuern. Das berichten TechCrunch und Al Jazeera.

Laut Anthropic kann das Geld als Großspende an gemeinnützige Organisationen fließen oder direkt an bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgezahlt werden. Als mögliches Einsatzfeld nennt die Firma die Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt durch KI. Dafür hat sie bereits 200 Millionen Dollar zugesagt. Für Lobbyarbeit und politische Spenden darf der Fonds nicht verwendet werden. Wer über die Vergabe entscheidet, ist noch offen. Details zu Struktur und Aufsicht sollen „in den kommenden Monaten“ folgen.

Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der die Skepsis gegenüber KI wächst. Firmenchef Dario Amodei hat den Gegenwind laut TechCrunch „grundlegend eine Vertrauenskrise“ genannt. Laut Al Jazeera bereitet sich Anthropic außerdem auf einen Börsengang in den USA noch vor Jahresende vor. Analysten trauen dem Unternehmen dabei eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar zu.

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