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Haiti: UN-Sicherheitsrat berät über Bandengewalt – Wahltermin im Dezember wackelt

Über 1100 Tote in drei Monaten, die Truppe gegen die Banden hat erst gut ein Viertel ihrer Sollstärke. Die US-Botschaft meldet heftige Kämpfe in Croix-des-Bouquets.

Archivbild (2008): Blick über Port-au-Prince

Archivbild · Foto: U.S. Navy photo by Chief Mass Communication Specialist James G. Pinsky / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Der UN-Sicherheitsrat hatte für Montag ein Briefing und Konsultationen zur Lage in Haiti angesetzt. Laut dem jüngsten Bericht der UN-Mission BINUH wurden zwischen dem 15. Juli und dem 12. Oktober 1123 Menschen getötet und 440 verletzt, darunter 659 getötete Bandenmitglieder. Sicherheitseinsätze waren für 52 Prozent der erfassten Opfer verantwortlich. Mehr als 17.000 Menschen wurden in den Departements West und Artibonite vertrieben.

Die vom Sicherheitsrat autorisierte Gang Suppression Force (GSF) hatte nach Angaben von Security Council Report bis zum 12. Oktober erst 1563 von geplanten 5500 Einsatzkräften im Land. Ihr Mandat wurde bis zum 31. März 2027 verlängert. Der für den 13. Dezember angesetzte erste Wahlgang ist ungewiss: Die Wahlbehörde verschob den Wahlkampf, ein neuer Zeitplan liegt nicht vor. Haiti hat seit 2016 nicht mehr gewählt.

Die US-Botschaft in Port-au-Prince warnte am Montag vor „anhaltenden schweren Kämpfen zwischen Banden und Sicherheitskräften“ im Gebiet Santo in Croix-des-Bouquets. Straßen könnten blockiert sein; für Haiti gilt die höchste US-Reisewarnstufe.

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