Wegen Huthi-Angriffen: Saudi-Arabien verschiebt „Davos in der Wüste“
Die Investorenkonferenz FII sollte vom 26. bis 29. Oktober in Riad stattfinden – nun erst im nächsten Jahr. Behörden und Firmen in der Hauptstadt schicken Beschäftigte ins Homeoffice.

Archivbild · Foto: B.alotaby / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Saudi-Arabien hat seine prestigeträchtige Investorenkonferenz Future Investment Initiative (FII), oft „Davos in der Wüste“ genannt, auf das kommende Jahr verschoben. Das teilte das veranstaltende FII Institute mit; ein neuer Termin soll „sehr bald“ bekanntgegeben werden. Die zehnte Ausgabe war für den 26. bis 29. Oktober in Riad geplant. Erwartet wurden unter anderem Ruth Porat (Alphabet/Google), David Solomon (Goldman Sachs) und Laurence Fink (BlackRock).
Institutschefin Maha bint Mischari Al Saud begründete den Schritt mit einer „tiefen Verpflichtung gegenüber unseren Partnern, Mitgliedern, Rednern und Delegierten“. Hintergrund sind die eskalierenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien, darunter am 8. Oktober der internationale Flughafen von Riad. Nach Angaben von Al Jazeera wurden dabei mindestens 18 Menschen getötet und Hunderte verletzt.
In Riad wiesen Behörden ihre Beschäftigten an, von zu Hause zu arbeiten. Auch das Kingdom Centre, in dem das Regionalbüro des Internationalen Währungsfonds sitzt, bat Mitarbeitende, bis auf Weiteres fernzubleiben. Am Montag erhielten Bewohner der Hauptstadt laut CBS News Warnungen vor einer „feindlichen Bedrohung aus der Luft“.
