Israel vor der Wahl: Benny Gantz gibt auf – seine Partei lag unter der Sperrklausel
Der frühere Kriegskabinetts-Minister tritt am 27. Oktober nicht an. Umfragen sahen Blau-Weiß unter 3,25 Prozent. Eisenkot nennt den Schritt „richtig“ und „verantwortungsvoll“.

Archivbild · Foto: Reuven Kopitchinski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der israelische Oppositionspolitiker Benny Gantz zieht sich aus dem Rennen um die Parlamentswahl am 27. Oktober zurück. Er werde nicht antreten, aber weiter „für die Einheit arbeiten“, erklärte der Chef der Partei Blau-Weiß am Montag. Umfragen hatten seine Partei unter der Sperrklausel von 3,25 Prozent gesehen, die für den Einzug in die Knesset mit 120 Sitzen nötig ist.
Gantz saß von 2020 bis 2021 in einer Einheitsregierung mit Benjamin Netanjahu und trat nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 dessen Kriegskabinett bei. Im Juni 2024 verließ er es mit dem Vorwurf, Netanjahu verhindere den „wahren Sieg“. Jaschar-Chef Gadi Eisenkot, ein möglicher Kandidat für das Amt des Regierungschefs, nannte Gantz’ Entscheidung „richtig“ und „verantwortungsvoll“.
Netanjahus Likud und die von ihm geführte rechte Koalition liefern sich laut Umfragen ein enges Rennen mit einem zionistischen Oppositionsbündnis; keinem Lager wird eine eigene Mehrheit vorhergesagt. Beide Blöcke schließen eine Regierung mit den arabisch geführten Listen aus, denen Umfragen zusammen 13 Sitze zutrauen.
