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Pflege zu Hause: Bis 2045 könnten 229.000 Vollzeitstellen fehlen

Immer mehr Erwerbstätige pflegen Angehörige und arbeiten deshalb weniger. Eine Prognose von Bertelsmann Stiftung und Prognos sieht bis 2045 rund 229.000 Stellen in Gefahr – vor allem Frauen sind betroffen.

Titelgrafik: Pflege zu Hause

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die häusliche Pflege von Angehörigen wird zunehmend zur Belastung für den Arbeitsmarkt. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Prognose der Bertelsmann Stiftung und des Forschungsinstituts Prognos könnten bis 2045 rund 229.000 Vollzeitstellen wegfallen, weil Beschäftigte für die Pflege ihre Arbeitszeit reduzieren oder ganz aus dem Job ausscheiden.

Von den rund sechs Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden etwa drei Viertel zu Hause von Angehörigen versorgt. Derzeit übernehmen rund 4,6 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter diese Aufgabe, das sind 8,7 Prozent dieser Altersgruppe. Bis 2045 dürfte der Anteil der Studie zufolge auf 13,3 Prozent steigen.

Besonders betroffen sind Frauen: Sie stellen 63 Prozent der Pflegenden. Bis 2045 könnten etwa 580.000 Frauen wegen der Pflege weniger oder gar nicht mehr arbeiten – das entspricht rund 173.000 der 229.000 Vollzeitstellen. Die Autoren fordern die Politik zum Handeln auf und raten Arbeitgebern zu flexibleren Arbeitszeiten, Homeoffice und Hilfe beim Wiedereinstieg.

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