Investitionsgipfel: Merz wirbt um Kapital – Absichtserklärung mit Nvidia unterzeichnet
Rund 200 Konzernchefs kommen heute zum ersten Investitionsgipfel der Bundesregierung in Berlin. Zwei Ministerien haben mit Nvidia eine Absichtserklärung zur Industrie-KI unterzeichnet.
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Die Bundesregierung hält heute den Hauptkonferenztag ihres ersten Investitionsgipfels „Invest in Germany“ ab – an der privaten Wirtschaftshochschule ESMT am Berliner Schloßplatz, im früheren Staatsratsgebäude der DDR. Erwartet werden rund 200 deutsche und internationale Vorstandschefs, Investmentbanken und Fonds. Dabei sind Kanzler Friedrich Merz (CDU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und das halbe Kabinett. Vorbild ist Frankreichs Gipfel „Choose France“. „Deutschland ist bereit, schneller zu wachsen“, sagte Merz.
Bereits am Montag unterzeichneten im Rahmen des Gipfels Wirtschafts- und Forschungsministerium eine Absichtserklärung mit Nvidia zur Entwicklung von KI-Modellen für Roboter und andere physische Systeme. Laut einem Medienbericht will der Bund das Projekt mit einem dreistelligen Millionenbetrag fördern; die Regierung machte dazu zunächst keine Angaben. Nvidia-Chef Jensen Huang, der zuvor gesagt hatte, nichts schmerze ihn mehr, als eines der technologisch fortschrittlichsten Länder „so weit abgehängt“ zu sehen, sagte: „Deutschland hat so viel Talent – macht euch einfach an die Arbeit.“
Laut Allianz Research sanken die Gesamtinvestitionen in Deutschland von 2019 bis 2025 um 6,4 Prozent, während sie im übrigen Euroraum um 6,7 und in den USA um 20,2 Prozent stiegen. IW-Chef Michael Hüther warnte, Unternehmen entschieden sich nicht wegen einer „Werbeveranstaltung“ für Deutschland. Roche-Deutschlandchef Daniel Steiners kündigte an, der Konzern prüfe wegen der Sparpläne im Gesundheitswesen alle Investitionen in Deutschland: Die Politik habe „zuletzt sehr viel Vertrauen zerstört“.
