Standing Ovations und Tränen: Krösche verabschiedet sich von den Eintracht-Mitgliedern
Bei der Mitgliederversammlung in der Jahrhunderthalle erklärt der scheidende Sportvorstand seinen Rückzug. Hellmann übernimmt vorerst und kündigt eine neue Transferlinie an.
Markus Krösche hat sich am Montagabend auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt in der Jahrhunderthalle von den Mitgliedern verabschiedet. Der 46-Jährige, der den Klub nach gut fünf Jahren verlässt, kämpfte bei seiner Rede mit den Tränen und erhielt stehenden Applaus. „Normalerweise bin ich ein ruhiger, eher kalter Typ. Aber die letzten Tage waren für mich sehr emotional“, sagte er laut hessenschau. Er werde „immer ein Eintrachtler bleiben“.
Seinen Schritt begründete Krösche damit, dem Klub nicht mehr das Bestmögliche geben zu können: „Man braucht Power und die hatte ich nicht mehr zu 100 Prozent.“ Präsident Mathias Beck würdigte ihn unter anderem für den Europa-League-Sieg 2022 und den Einzug in die Champions League. Über seine Zukunft sprach Krösche nicht; Medien bringen ihn mit dem AC Mailand in Verbindung.
Axel Hellmann, der das Sportressort übergangsweise mitverantwortet, kündigte an, die Transferstrategie stärker national auszurichten – mit jungen Spielern, mehr Talenten aus dem eigenen Nachwuchs und potenziellen deutschen Nationalspielern. Trainer Adi Hütter und sein Co-Trainer Christian Peintinger wurden zu Mitgliedern auf Lebenszeit ernannt. Als Favorit auf die Krösche-Nachfolge gilt Berichten zufolge Christoph Spycher; bestätigt ist nichts.
