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Hauchdünne Elektroden fürs Gehirn: Lund testet neue Tiefe Hirnstimulation an Patienten

Forschende der Universität Lund erproben weiche Mikroelektroden, dünner als ein Haar, erstmals am Menschen. Ein Video der Medizinischen Fakultät zeigt die Technik HDBS.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Einaz80 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Faculty of Medicine Lund University · youtube.com

An der Universität Lund in Schweden entwickelte Hirnelektroden werden jetzt erstmals an Patientinnen und Patienten getestet. Das System mit dem Namen High Definition Brain Stimulation (HDBS) besteht aus 30 weichen Mikroelektroden, jede dünner als ein Haar. Die Universität stellte das Projekt am 15. Oktober vor, die Medizinische Fakultät zeigt die Technik in einem Video auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal.

Die frühe Machbarkeitsstudie am Universitätskrankenhaus Skåne umfasst bis zu zwölf Menschen mit Parkinson und/oder essenziellem Tremor, bei denen ohnehin eine herkömmliche Tiefe Hirnstimulation (DBS) geplant ist. Die Mikroelektroden werden über Kanäle aus Gelatine an ihren Platz geführt; die Gelatine löst sich danach auf. Rückmeldungen der Patienten und eine 3D-Karte des Gehirns sollen helfen, die beste Position für die dauerhafte DBS-Elektrode zu finden. Klinisch betreut wird die Studie von dem Neurochirurgen Hjalmar Bjartmarz (Registernummer NCT07820189).

Hinter der Entwicklung steht Jens Schouenborg vom Neuronano Research Center, der mit seiner Gruppe seit 2006 an Hirnelektroden forscht; das Medizintechnik-Unternehmen Neuronano AB ist beteiligt. Laut Universität sind die heute bei DBS eingesetzten Elektroden im Kern noch dieselben wie vor rund 30 Jahren. Tierversuche hätten vielversprechende Ergebnisse bei Schmerzen und Parkinson gezeigt; langfristig hoffen die Forschenden auch auf Anwendungen etwa bei Demenz oder Schlaflosigkeit.

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