PET in ein bis zwei Minuten: Ganzkörper-Scanner liefert in Studie gute Bildqualität
Ein PET/CT-Gerät mit 128 Zentimetern Sichtfeld lieferte in einer Melbourner Studie schon nach einer Minute Bilder, die Fachleute besser bewerteten als die eines herkömmlichen Scanners.

Symbolbild · Foto: Partynia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein Ganzkörper-PET-Scanner der neuen Generation könnte Untersuchungen deutlich verkürzen. Das legt die Studie EQUIP am Peter MacCallum Cancer Centre in Melbourne nahe, die am 18. Oktober beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM'26) in Wien vorgestellt wurde. Untersucht wurde ein PET/CT-Gerät vom Typ GE HealthCare Omni mit einem 128 Zentimeter langen Sichtfeld im Vergleich zu einem herkömmlichen Scanner.
24 Patientinnen und Patienten wurden zunächst konventionell und dann zehn Minuten lang mit dem neuen Gerät untersucht; aus den Daten wurden zusätzlich Bilder für 5, 3, 2 und 1 Minute berechnet. Zwei Fachärzte für Nuklearmedizin bewerteten die Bilder, ohne die Aufnahmedauer zu kennen, auf einer Fünf-Punkte-Skala. Die diagnostische Qualität erreichte im Schnitt 5,0 Punkte bei 10 und 5 Minuten, 4,9 bei 3 und 2 Minuten und 4,5 bei einer Minute – der herkömmliche Scanner kam auf 3,9.
Selbst bei um 90 Prozent verkürzter Aufnahmezeit habe die Bildqualität über dem heutigen Versorgungsstandard gelegen, sagte Erstautor Cameron Pain, Physiker für Nuklearmedizin am Peter MacCallum Cancer Centre. Kürzere Scans könnten Patienten entlasten, Bewegungsunschärfe verringern oder geringere Dosen des radioaktiven Markers erlauben. Einschränkung: Bewertet wurde die Bildqualität, nicht die diagnostische Treffsicherheit; größere Studien müssen zeigen, dass kleine Befunde nicht übersehen werden.
