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Bremse für den Knochenaufbau gelöst: Ulmer Team findet neuen Ansatz gegen Osteoporose

Das Eiweiß Axl bremst die Knochenbildung. Wird es mit dem Wirkstoff BGB324 blockiert, bilden Mäuse deutlich mehr Knochenmasse, berichten Forschende der Universität Ulm.

Archivbild: Südeingang der Universität Ulm

Archivbild · Foto: Ralph.schneider / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende der Universität Ulm haben einen möglichen neuen Ansatzpunkt für Medikamente gegen Osteoporose gefunden. Ihre Untersuchungen zeigen, dass das Eiweißmolekül Axl – eine sogenannte Rezeptor-Tyrosinkinase – den Knochenaufbau hemmt. Wird Axl blockiert, bilden Knochenzellen deutlich mehr Knochensubstanz. Die Studie erschien im Fachjournal Bone Research (DOI 10.1038/s41413-026-00554-0); die Universität machte sie am 16. Oktober bekannt.

Im Labor wurde bei blockiertem Axl ein Gen aktiver, das über einen Signalweg die Entwicklung von Knochenzellen fördert. Mäuse, die zwei bis vier Wochen lang den Wirkstoff BGB324 erhielten, hatten danach deutlich mehr Knochenmasse in Oberschenkelknochen und Wirbeln. Außer einem leichten, unbedenklichen Rückgang der weißen Blutkörperchen zeigten sich keine erkennbaren schädlichen Effekte. Den Wirkstoff stellte das norwegische Unternehmen BerGenBio zur Verfügung.

„Unsere Ergebnisse zeigen erstmals, dass das Eiweißmolekül Axl den Knochenaufbau ausbremst“, sagte Studienleiter Jan Tuckermann, Leiter des Instituts für Molekulare Endokrinologie und Physiologie. Geleitet wurde die Arbeit gemeinsam mit Anita Ignatius vom Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik, Erstautor ist Mubashir Ahmad. Die Ergebnisse stammen bislang aus Labor- und Tierversuchen; ob der Ansatz beim Menschen wirkt, ist noch offen.

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