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Eine Kamera, kein GPS, 100 km/h: TU Delft erklärt ihre siegreiche Renndrohne

Die Delfter Drohne MonoRace schlug 2025 in Abu Dhabi drei frühere Weltmeister im Drohnenrennen. Jetzt beschreibt das Team in Science Robotics, wie sie allein fliegt.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Choinowski / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · MAVLab TU Delft · youtube.com

Forschende der TU Delft haben im Fachjournal Science Robotics (DOI 10.1126/scirobotics.aee9250, erschienen am 14. Oktober) beschrieben, wie ihre autonome Renndrohne MonoRace funktioniert. Die Drohne aus dem Micro Air Vehicle Lab (MAVLab) der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik hatte beim Autonomous Drone Racing in Abu Dhabi 2025 alle anderen autonomen Teams sowie drei frühere menschliche Weltmeister geschlagen. Ein Video auf dem YouTube-Kanal des MAVLab zeigt das Rennen.

Für Wahrnehmung, Navigation und Steuerung nutzt MonoRace nur eine nach vorn gerichtete Kamera und einen Bewegungssensor (IMU) – ohne GPS und ohne externe Positionsmessung. Ein neuronales Netz erkennt die Tore der Rennstrecke im Kamerabild, Bewegungsdaten und ein Modell der Drohne schätzen Position und Tempo. Statt einer klassischen, mehrstufigen Regelung erzeugt ein kleines neuronales Netz direkt die Befehle für die Motoren, 500-mal pro Sekunde, berechnet auf dem Flugcontroller-Chip an Bord. Die Drohne erreichte bis zu 100 km/h.

Hauptautor ist Stavrow Bahnam, zum Team gehört unter anderem Professor Guido de Croon. Autonomes Rennen sei ein Weg, Roboter-KI an ihre Grenzen zu bringen, sagte de Croon laut TU Delft. Die gleichen Prinzipien ließen sich laut den Forschenden auch auf Fahrzeuge und mobile Roboter übertragen.

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