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Wasserstoff kommt später als geplant: Reiche legt Zehn-Punkte-Plan vor

Das Wirtschaftsministerium räumt Verzögerungen beim Wasserstoffmarkt ein. Mit Differenzverträgen, Importen aus Indien und Dänemark und milderen EU-Regeln soll der Hochlauf gelingen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den stockenden Aufbau eines Wasserstoffmarkts mit einem Zehn-Punkte-Plan beschleunigen. In einem Papier ihres Ministeriums heißt es nach Angaben der dpa, der Hochlauf verzögere sich gegenüber früheren Erwartungen: „Noch ist Wasserstoff aber zu teuer.“ Man wolle „pragmatisch und realistisch“ vorgehen.

Kern sind Klimaschutzverträge, mit denen der Staat Unternehmen beim Umstieg auf emissionsarme Verfahren einen Teil des Risikos abnimmt. Laut Fachportal ZfK soll eine Gebotsrunde 2027 mindestens 1,5 Milliarden Euro umfassen. Hinzu kommen Anreize für Wasserstoff-Kraftwerke, Klimavorgaben für Stahl und Zement in der öffentlichen Beschaffung und eine Grüngasquote.

Importe sollen ab 2029 als Ammoniak aus Indien und ab 2031 aus Dänemark kommen. Die EU-Kriterien für grünen Wasserstoff hält das Ministerium für „zu rigide“ und dringt auf Änderungen. Vom Wasserstoff-Kernnetz waren laut ZfK 2025 mehr als 500 Kilometer in Betrieb, weitere 2.200 Kilometer sind in Umsetzung.

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