Sturm „Adam“ in Spanien: Mindestens vier Tote bei Überschwemmungen
Sintflutartiger Regen hat Valencia und die Costa Blanca überflutet. In Pego fielen über 620 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden. Nun zieht das Unwetter nach Katalonien.
Foto: Joanbanjo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Bei Überschwemmungen durch Sturm „Adam“ – das erste benannte Höhentief (DANA) der Saison – sind an Spaniens Mittelmeerküste mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In Sagunto ertrank am Sonntagabend eine Frau beim Schwimmen. In Oliva fand die Militärische Nothilfeeinheit eine 79-Jährige tot in ihrer Erdgeschosswohnung, ein 64-Jähriger starb auf einem Campingplatz an einem Herzstillstand. In Malgrat de Mar bei Barcelona wurde eine 35-Jährige von einem Bach mitgerissen; ihre Leiche wurde im Meer gefunden.
In Pego (Provinz Alicante) fielen binnen 24 Stunden 620,6 Liter pro Quadratmeter – nahe am Allzeitrekord von 817 Litern in Oliva von 1987. Am Flughafen Ibiza wurden am 18. Oktober 173,8 Liter gemessen, der höchste Tageswert seit Beginn der Messungen 1944. Auf dem Höhepunkt standen nach Angaben der Olive Press rund 145 Gemeinden unter Ausgangsbeschränkungen; rund 15 Hubschrauber und 700 Einsatzkräfte waren beteiligt. Laut Euronews gab es in der Region Valencia über 400 Rettungseinsätze.
Bis Montagnachmittag wurden die meisten Beschränkungen aufgehoben; acht Gemeinden blieben unter Ausgangsbeschränkungen. Regierungschef Pedro Sánchez besuchte das nationale Krisenzentrum in Madrid, Innenminister Fernando Grande-Marlaska brach eine Reise nach Katar ab. Der Wetterdienst Aemet warnt vor bis zu 100 Litern pro Quadratmeter in weniger als zwölf Stunden in Teilen von Barcelona und Girona.
